Umweltschutz - einfacher als gedacht!

5 Tipps für Weniger Plastikmüll im Alltag

- von Tim Schollbach -

01.10.2020

Jeder kennt das Müll-Credo der drei R’s “Reuse, Reduce, Recycle”. Diese Abfallhierarchie wurde der Gesellschaft vor allem in den USA in Gesangsform näher gebracht. Angesichts der erdrückenden Plastikberge auf Müllhalden und in unseren Ozeanen ist das auch dringend notwendig! Im Jahr 2017 wurden 348 Millionen Tonnen Plastik hergestellt, über 36 Prozent davon für Verpackungen. Zahlen, die erst einmal schockieren, jedoch nicht so dramatisch wären, wenn sich an die drei R’s gehalten werden würde. Doch allein 346.419 Tonnen Plastikmüll fielen in Deutschland für Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen an (Gesellschaft für Verpackungsmarktforschung). Problematisch ist aber vor allem die Tatsache, dass global betrachtet weniger als 30% des Mülls ordnungsgemäß entsorgt oder wiederverwertet werden. 40% landen auf Mülldeponien und 32% verlassen das System: Das bedeutet, sie landen in der Umwelt, dort meist in den Meeren (Nabu, 2018). Die extrem langsame Zersetzung von Plastik spielt hierbei gravierend mit. Ganze 20 Jahre dauert es, bis sich eine Plastiktüte aufgelöst hat, bei einem Plastikbecher sogar 50 Jahre. Die Folgen sind verheerend, Mikroplastik lagert sich in der Fauna des Meeres ab und tötet jedes Jahr unzählige Meeresbewohner.

Müll am Strand

Wir bei Zmoobi legen viel Wert auf die Nachhaltigkeit unserer Produkte. Mit fünf simplen Tipps möchten wir zeigen, wie sich jeder Einzelne für die Umwelt einsetzen kann.

1.) Müll trennen

Landet der ganze Müll ungetrennt im selben Mülleimer, wird er als Restmüll verbrannt und erzeugt hohe Mengen an Treibhausgasen. Auch Recycling kann energieaufwendig sein, es ist aber dennoch besser, da so Rohstoffe wie Plastik und Metall mehrfach genutzt werden können. Auch wenn es im Alltag manchmal mühsam vorkommen mag: Konsequente Mülltrennung ergibt durchaus Sinn. Wer Kunststoffe, Papier und Biomüll konsequent trennt, der wird kaum noch etwas in seiner Restmülltonne vorfinden.

2.) Mehrweg statt Einweg

Beim Besuch im Café sollte man sich die Zeit nehmen und den Kaffee vor Ort aus Mehrweggeschirr genießen, um auf einen Einwegbecher verzichten zu können. Für Leute mit wenig Zeit empfiehlt sich ein eigener Mehrweg To-Go Becher. In den meisten Restaurants und einigen Supermärkten ist es mittlerweile möglich, seine eigenen Behältnisse mitzubringen, vorzugsweise aus Glas oder BPA-freien Kunststoffen! Zum Transport nach Hause ist der gute alte Jutebeutel die beste Alternative zu Einweg-Tüten!

3.) Körperhygiene

Auch bei der Körperhygiene lässt sich enorm viel Plastikmüll einsparen. Die Verwendung von Seife am Stück zum Beispiel spart im Vergleich zum Kauf von Flüssigseife aus Einwegbehältern aktiv Plastikmüll. Viele Produzenten von Hygieneartikeln springen auf den Nachhaltigkeitstrend auf und bieten mittlerweile sogar Produkte wie Rasierer, Zahnbürsten und Wattestäbchen komplett plastikfrei an. Unser Partner Planet Bamboo ist Vorreiter auf diesem Gebiet, und stellt unter anderem nachhaltige Hygieneartikel her. Hier geht es zum Shop von Planet Bamboo.

4.Voll im Trend: Upcycling

Viele Artikel aus Wertstoffen erhalten dank des Upcyclings-Trends eine zweite Chance: Sie werden umfunktioniert und für andere Zwecke weiterverwendet. Man sollte sich bei jedem Gang zum Mülleimer fragen: “Muss das wirklich weg? Kann ich das nicht noch anders nutzen?” Plastikverpackungen für Toilettenpapier können so beispielsweise fabelhaft als Müllbeutel verwendet werden. Oft ist eine schnelle kreative Lösung zur Hand und der Gegenstand landet nicht im Müll, sondern wird zu einem neuen Gebrauchsgegenstand umfunktioniert ! Für die weniger Kreativen: Im Internet gibt es unzählige Blogs zum Thema Upcycling (https://www.schereleimpapier.de/upcycling-ideen/)! 

5.Große Größen = weniger Plastik!

Auch das Kaufen von Genussmitteln in großen Gebinden spart enorm Plastik bei der Verpackung ein! Eine handelsübliche 0,5 Liter PET-Flasche besteht aus 25 Gramm Kunststoff. Eine Flasche des doppelten Volumens aus lediglich 33 Gramm Kunststoff. Das Gewicht der Plastikverpackung steht in einem degressiven Verhältnis zum Inhalt! Es ist also durchaus sinnvoll, größere Packungen zu kaufen, und diese dann gegebenenfalls für den eigenen Gebrauch selbst zu portionieren. 

Links: Zwölf handelsübliche 250ml Flaschen | Rechts: Innenbeutel unserer Zmoobi-Verpackung

Wir bei Zmoobi haben lange an einem umweltverträglichen Distributionsweg unserer Produkte gearbeitet! Ganz ohne Kunststoff ist es uns leider nicht gelungen, da wir sonst nicht unsere unschlagbare Haltbarkeit ganz ohne Konservierungsstoffe garantieren konnten. Unser Bag-in-Box System verwendet einen recyclebaren Plastikschlauch im Kartongehäuse und spart somit über 80% Plastik gegenüber den handelsüblichen Smoothie-Verpackungen! Durch das ausgeklügelte Zapfsystem gelangt kein Sauerstoff ins Innere und so sind unsere Smoothies selbst ungekühlt und geöffnet mindestens zwei Wochen haltbar! Somit garantieren wir eine optimale Nutzung der wertvollen Rohstoffe und wenig Abfall!

Quellen:

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/abfall-und-recycling/22033.html

https://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF-Faktenblatt-Plastikmuell.pdf

https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/chemie/chemie_plastikatlas_2019.pdf

https://www.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/abfall-und-recycling/25294.html

https://nachhaltig-sein.info/natur/plastik-vermeiden-reduzieren-tipps-plastikfrei-leben

https://ladysvu.wordpress.com/2018/11/07/planet-bamboo/